Frank Wedekind - Lulu

Theatre Music

2012, Mar

Frank Wedekind "Lulu"

Eine Monstretragödie von Frank Wedekind

Premiere 17. März 2012 Kammerspiele/Landestheater Linz

Regie: Gerhard Willert
Bühnenbild: Alexandra Pitz
Musik Wolfgang Dorninger
Besetzung: Lulu: Katharina Vötter, Schigolch: Vasilij Sotke, Dr. Franz Schöning: Stefan Matousch, Alwa Schöning: Peter Pertusini´, Martha Gräfin von Geschwitz: Katharina Hofmann, Obermedizinalrat Dr. Goll: Sven-Christian Habich, Eduard Schwarz: Björn Büchner, Rodrigo Quast: Georg Bonn, Chevalier Casti-Pani: Lutz Zeidler, Banquier Puntschuh: Thomas Kasten, Journalist Heilmann: Christian Manuel Oliveira, Ludmilla Steinherz: Nancy Fischer, Bianetta Gazil: Jenny Weichert, Madelaine de Marelle: Bettina Buchholz, Kadéga di Santa Croce, ihre Tochter: Anja Jemc´, Sophie Rieger: Bob, Groom bei Lulu, Florian Granzner: Levin Hofmann, Mr. Hopkins: Markus Subramaniam, Kungu Poti: Thomas Bammer, Jack: Klaus Köhler

Lulu liebt Dr. Schön, der sie als 12-Jährige von der Straße auf las, ihre Erziehung übernahm und sie zur Geliebten machte, aber nicht zur Frau nehmen wollte und deshalb an seinen Freund, den Medizinalrat Dr. Goll verheiratet. Goll bringt Lulu zum Maler Schwarz, um ein Porträt von ihr anfertigen zu lassen. Lulu und Schwarz schlafen mitein- ander und werden von Goll überrascht – Goll trifft der Schlag. Lulu heiratet Schwarz, ist aber weiterhin Schöns Geliebte. Dieser will sich von Lulu befreien und eine bürgerliche Ehe eingehen, und offenbart Schwarz deshalb Lulus „zügelloses“ Vorleben. Schwarz, der „Reinheits- fanatiker“, nimmt sich daraufhin das Leben. Damit sie wieder jemanden findet, der reich genug ist, sie zu heiraten, bringt Schön Lulu ans Theater. Während einer Vorstellung entdeckt sie ihn mit seiner Verlobten in einer Loge, bricht die Vorstellung ab und zwingt Schön, sie doch zu heiraten. In seiner Abwesenheit empfängt sie ihren angeblichen Vater und früheren Zuhälter Schigolch, den Zirkusathleten Rodrigo, die hoffnungslos in sie verliebte Gräfin Geschwitz und auch Schöns Sohn Alwa. Schön überrascht die Gesellschaft und will Lulu zum Selbstmord zwingen. Lulu, sich keiner Schuld bewusst, erschießt stattdessen Schön, den einzigen Mann, den sie wirklich geliebt hat. Alwa, Schigolch, Rodrigo und die Geschwitz befreien Lulu aus dem Gefängnis und f liehen mit ihr nach Paris, wo sie Alwa heiratet. Casti-Piani, ein Polizei- spion und Mädchenhändler, will sie an ein Bordell in Kairo verkaufen. Lulu f lieht mit Alwa nach London, gefolgt von Schigolch und der Geschwitz. Um die völlig verarmte Clique zu ernähren, geht Lulu auf die Straße. Einer ihrer ersten Freier ist Jack the Ripper ... Frank Wedekind gehört zu den schärfsten Kritikern des deutschen Bürgertums der Kaiserzeit, dessen Scheinmoral und Sexualfeindlichkeit er immer wieder aufs Korn nahm. Zeitlebens wurde er deshalb von der Zensur schikaniert. Heute gilt er neben Brecht als einer der bedeutends- ten Theaterautoren der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Seine Lulu ist ein Wesen, das sich über herkömmliche Moralbegriffe radikal hin- wegsetzt. Sie will die Rolle, die ihr die Gesellschaft zuweist, nicht spielen, sie will als Lulu geliebt und behandelt werden.

Fotos, Text und Information: Landestheater Linz

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