Matsuo Suzuki - Das Maschinentagebuch

Theatre Music

2006, Mar

Matsuo Suzuki "Das Maschinentagebuch"

DarstellerInnen: Maxi Blaha, Lisa Fuchs, Matthias Hack, Theo Helm

Regie: Steffen Höld
Bühne: Reinhard Taurer
Kostüme: Kerstin Zornig
Lichtgestaltung: Stefan Pfeistlinger
Soundtrack: Wolfgang Fadi Dorninger

Deutsche Erstaufführung: 07.03.2006 Theater Phönix Linz Saal

Inhalt

Werfen Sie einen Blick in eine fremdartige, groteske und bizarre Welt: ein normaler Tag, Arbeitermilieu, „Familienidylle“. Michio liegt angekettet in seiner Hütte. Er verbringt seine Zeit damit, Cornflakes in sich hineinzuschaufeln, Cola zu trinken und kaputte Elektrogeräte zu reparieren. Sein Bruder Akitoshi ist mit Sachiko verheiratet. Er hat sie aus Schuldgefühlen zur Frau genommen, nachdem sein Bruder ihr Gewalt angetan hat. Inzwischen überlegt Sachiko allerdings, ob sie mit ihrem Vergewaltiger Michio nicht viel glücklicher wäre. Akitoshi ist Chef einer dubiosen Fabrik, von der niemand genau weiß, was sie eigentlich herstellt. Da taucht eine neue Arbeiterin, Keiko, auf und sorgt für Chaos im „Familienidyll“. Keiko bringt es als Kampf- und Sexmaschine zu überraschenden Leistungen und beginnt eine leidenschaftliche Affäre mit Michio. Es wird nicht gerade zimperlich miteinander umgegangen. Auch nicht, als es zum Brudermord kommt und der Tote letztendlich wieder zum Leben erwacht.

Eine pervertierte, groteske Weltdarstellung, ein Stück wie ein Comic-Strip, ganz in japanischer Manga-Tradition, ein irritierendes Beziehungsdrama, das sich wie ein skurriler Albtraum liest. Komponiert wie ein Kammerspiel zeigt es auf tragikomische Weise die Abgründe in menschlichen Beziehungen und hat damit auch über Japan hinaus Bedeutung und Schlagkraft.

Fotos, Text und Information: Theater Phönix Linz

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