First "8k" reviews

23 Nov in Base-blog, Dorninger-blog

First "8k" reviews are available!

Der Standard (Karl Fluch)
DORNINGER 8K (Base Rec.)

Fadi Dorningers neues Album knarzt und brätzt technoid nach alter Schule. Eingewoben sind darin Melodien, für die er auch im Kraftwerk'schen Kling-Klang-Studio nicht abgesnobt werden würde, dazu gibt es ambientöse Zwischenspiele, denen er jedoch diverse Lärm- und Beats-Exorzismen angedeihen lässt. Das hält wach, fördert die Spannung - und erinnert gar ein wenig an die New Yorker Noise-Berserker Swans.

Bad Alchemy (Rigobert Dittmann)
DORNINGER "8k" (Base Records, BASE 0710-12)

8K = 8K+-(G)<>(A)<>(N) lautet die Formel für ein Remix-Konzept, die Fadi Electronically Yours! Dorninger auflöst als Folge von konkreten Bearbeitungsschritten: G steht für granulare/digitale Bearbeitung, A für analoge Traktierung mittels Dubplates und N mittels tubeplug via Internet. Nachdem dieses strenge Treatment aber anschließend durch selektivte Eingriffe aufgemischt und verlebendigt wird, darf sich der elektronische Laie gleich zweimal am Kopf kratzen und kann nur darauf hoffen, dass derart ‚intelligente Tanzmusik‘ irgendwie schon den Synapsen gut tun wird. Der Linzer hatte in den letzten Jahren Aufmerksamkeit erregt mit konzeptuellen Projekten über die Nasca-Felszeichnungen und das Verschwinden der Hisatsinom(Anasazi)-Kultur (neue Vermutungen sprechen für eine kannibalenkultliche Selbstzerstörung). Im Grunde ist die Remix-Kultur ebenfalls eine kannibalische (schon Raymond Chandler sprach von cannibalizing, wenn er seine Shortstories für Romane ausschlachtete). Die acht technoiden Breakz-Tracks von 8K sind das Fleisch, Wolfgang Dorninger sagt etwas unblutiger ‚Container‘ und ‚Rückgrat‘, das am 26.10. bei der Releaseparty auf dem "Stop Spot Festival" im O.K Centrum für Gegenwartskunst in Linz in einem tubeplug-Netzjam mit 5 Kollegen und am 8.11. im Münchner t-u-b-e durch den Soundwolf gedreht werden. Aber vorläufig geht es hier noch nicht um die Wurst, sondern um 8 knackige Stomps für den Kopffüßler-Dancefloor, bei denen Fadi vermutet, dass sie ‚nicht so deine=meine Sache‘ seien. Das unterschätzt etwas mein Faible für alpenländische Derbheiten. Wer die Beatz so energisch übers Knie legt, hat definitiv meine Sympathie. [BA 56 rbd]

Scenite (hardmate)
Dorninger - 8K (Base Records)

Eingabe, Verabeitung, Ausgabe - oder auch EVA. Kennt man von der Schule. So mancher Mathematiklehrer freute sich über diese tolle Abkürzung. 8K ist im vorliegenden Fall die musikalische Eingabe. Strukturen, die live ver- und bearbeitet werden zur tönenden Ausgabe hin. Der Pressezettel analysiert, berechnet und formuliert das ganze noch ausführlicher und wissenschaftlicher. Musikalisch erreicht uns eine Schnittmenge aus IBM, Break und gewissermaßen Techno. Mal düster gebrochen, mal irre durchdrehend. Die Maschine scheint hier Herr über Dorninger geworden zu sein und zerschreddert, zersetzt und definiert das Eingabematerial erstaunlich neu. Gemein ist den Tracks auch ein leicht entrückter Raumzustand, der beim Hören alles was menschlich wirkt vergessen lässt. Insgesamt ein bemerkenswertes Album, nicht nur für Nerds und Mathelehrer. (BSCH)

Ritchie Petterauer / Datenschmutz wrote a longer article on his Datenschmutz blog.

Marcus Obst / fieldmuzick made a remix of "8k" and wrote an article on his contribution to the „8K=8K+-(G)<>(A)<>(N)“ performance.

Radio: Charts Le Vestibule, Canada: Le Vestibule at MySpace.

Best buy Europe: base shop

Best buy USA/overseas: CD Baby

Shops: Substance Vienna, Rave Up Vienna

Digital:
Dorninger

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