Beyond The Water v.8 / Börds

Sound Installation with synthetic birdsounds, Gruppenausstellung

2021, Jun - Sept

LIGHT SOURCES & SCATTERINGS

24.06.–10.09.21, Energie AG Linz

KünstlerInnen: Raphaela Riepl, Anton Kehrer, Wolfgang Dorninger feat. Ralf Schreiber (Köln), Uwe Schüler (Dusslingen) und Lehrlinge der Energie AG

Kuratiert von Reinhard Gattinger, Genoveva Rückert und Maria Venzl.

Eine 12-Kanal Soundinstallation mit künstlichen Vögeln von Wolfgang Dorninger führt über die gesamten 20 Stockwerke des Stiegenhauses und hoch auf das Dach. Am Dach des Gebäudes präsentiert er gemeinsam mit Ralf Schreiber, Uwe Schüler und der Lehrwerkstätte eine Sound Installation. Aus elektronischen Bauteilen wurden von den Lehrlingen Solarbörds gebastelt - diese reagieren auf das Sonnenlicht und bringen den Power Tower zum Klingen.

Börds, 2021

Soundinstallation von Wolfgang Dorninger, Ralf Schreiber, Uwe Schüler und den Lehrlingen der Lehrwerkstätte der Energie AG

Sonne, Dächer, Lötzinn und tierische Chipsounds

Am Dach des Gebäudes entwickeln Wolfgang Dorninger, Ralf Schreiber, Uwe Schüler und 38 Lehrlinge der Lehrwerkstätte eine Art Vogelparadies, eine Sound Installation mit künstlichen Vogelgeräuschen, die in einem Workshop mit der Energie AG Lehrwerkstatt entstehen. Sogenannte Solarbörds, selbst gebastelte Vögel aus einfachen elektronischen Bauteilen, die auf das Sonnenlicht reagieren und das Dach des Powertower subtil bis nervig und manchmal auch paradiesisch zum Klingen bringen. „Das Glück ist ein Vogerl“, behauptet ein Wienerlied, weil wir nie wissen wann und wo ein Vogel landet und wieder weg fliegt, als eine Art Verkörperung eines unauflösbaren chaotischen Rests in der Ordnung des Universums. Der Philosoph Slavoj Žižek sieht in „Die Vögel“ (A. Hitchcock) die Vögel auch als Verkörperung des Lacan’schen „Realen“: Eine von außen in die Wirklichkeit hereinbrechende, traumatische Erscheinung jenseits der Kausalität und des durch Denken und Sprache Begreifbaren. (vgl. Žižek: Liebe Dein Symptom wie Dich selbst!, Berlin: Merve Verlag 1991, S. 57).

Jenseits des Wassers v.8 / Beyond The Water v.8, 2021

Soundinstallation

Niemand kann erklären, woher sie gekommen sind, die Vögel von Jenseits des Wassers. Sie haben das Stiegenhaus im Power Tower zu ihrem Paradies gemacht, sind gut getarnt, unsichtbar, aber gut hörbar. Sie klingen wie „richtige“ Vögel, lassen sich aber ornithologisch nicht zuordnen. „Jenseits des Wassers / Beyond The Water” ist eine Klang-Installation mit künstlichen Vogelgeräuschen. Ab und wann tauchen die synthetischen Vogelkulturen von “Jenseits des Wassers” auf und schaffen mit ihren Gesängen ein sinnliches Environment, einen Denkraum in dem sich brennende Fragen zu Migration, Gentechnik oder Biotechnologie leicht verhandeln lassen. Die Versuche des Menschen mittels Technik Qualitätssprünge in der Natur zu evozieren, sind unter dem Gesichtspunkt zu diskutieren, dass „die Kultur wider der Natur sein kann” (Patrick Dandrey). Es entsteht bei „Jenseits des Wassers / Beyond The Water” ein metaphorischer Klangraum, in dem hybride und künstliche Vogelwesen die Entfernung des Menschen zwischen Natur- und Medienerleben thematisieren. Das Sound Design löst dabei das autonome Naturempfinden ab und schafft eine neue Wirklichkeit durch das Hybride.

Hybride Vögel: Fulmarus Glacialoides Digitalis Gen.3, Larus Smithsonianus Digitalis Gen.3, Anas Platyrhynchos & AnserinaePt Digitalis, ....

Synthetische Vögel: Alcedo Atthis Synthesis Gen.3, Exotic Birdtweet Synthesis, Cygnus Olor Synthesis Gen.2, ......

Wolfgang Dorninger
Beyond The Water / Jenseits des Wassers v.8, 2021
Sound Installation
Künstliche und hybride Vogelklänge
12 Channel, Länge 21 Minuten (loop)
Speaker, Hörner, Alesis HDR24, Solarbörds

Wolfgang Dorninger, Ralf Schreiber, Uwe Schüler und Lehrlinge der Energie AG
Börds, 2021
Sound Installation
Solarbörds unterschiedlicher Bauweisen

Pics by Dorninger, Uwe Schüler und Ralf Schreiber

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